 Presse zu
„Später Spagat“Mit Thomas Rühmann und Holger Daemgen
Robert Gernhardt ist der Altmeister des bundesdeutschen Humors. Vielleicht der vielseitigste deutsche Humorist. Unter anderem hat er auch für Otto Waalkes geschrieben. Er ist 2006 an Krebs verstorben, hat sich - im Wissen darum- auf seine unverwechselbare Weise mit dem Tod auseinandergesetzt, mit viel schwarzem Humor, aber dem Leben zugewandt. Also Gedichte, Prosa im Spagat zwischen Diesseits und Jenseits.
Es wird komisch, knochentrocken mit herrlicher Sprache, absurden Situationen und ein paar Nachdenklichkeiten. War der erste Gernhardt-Abend vor allem seinem Nonsens gewidmet, wollen wir diesmal ein wenig tiefer loten. Gernhardt hats verdient. Th. Rühmann
"Später Spagat": Ein virtuoser Sprung vom Standbein aufs Spielbein - von Künstlertum, Krankheit und Schmerz zum unwiderstehlichen Spiel mit Silben, Reimen und zündenden Ideen. Gernhardts Gedichte aus den letzen drei Jahren zeugen in jeder Gemüts- und Stillage von einer haarscharfen Beobachtungsgabe und von der Kunst, diesen Beobachtungen - nuanciert,
anspielungsreich - eine Stimme zu geben.
"Später Spagat" versucht noch einmal jene Verbindung von Standbein und Spielbein, Ernstbein und Spaßbein, Verschlüsselbein und Entschlüsselbein, die bereits das Ziel seiner vorherigen Gedichtbände gewesen ist.
Jedes noch so ernst gedachte Gedicht kann beim Leser eine untergründige Freude daran erwecken, daß es dem Autor gelungen ist, Worte für das Schwersagbare zu finden. Zugleich vermag der gleiche Leser die Ernsthaftigkeit wahrzunehmen, mit welcher der Autor versucht hat, seinen heiteren Gebilden eine gewisse Dauer zu verleihen.
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